MINT: Astronomie-Projekt gewinnt Citizen-Science-Preis

Die Universitätsstiftung Münster prämiert jedes Jahr im Rahmen des Citizen-Science-Wettbewerbs Projekte, die den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesellschaft zum Ziel haben. Dieses Jahr konnte sich der Initiator der regionalen Bildungsinitiative AiM (Astronomy and internet in Münster), Paul Breitenstein, zusammen mit Kooperationspartnern, zu denen auch das Nepomucenum gehört, über den mit 7500€ dotierten Preis freuen, der in der Studiobühne Münster verliehen wurde.

Kernanliegen des prämierten Projekts ist es, Techniken der EAA (Elektronisch Assistierte Astronomie) insbesondere in der Schule zugänglich zu machen. Beispielsweise läuft in diesem Rahmen gerade am Nepomucenum ein Versuch des Informatik-Kurses im Differenzierungsbereich, mithilfe eines eigens dafür angeschafften Sonnenteleskops und entsprechender Verarbeitung der aufgenommenen Daten die Dynamik von Sonneneruptionen sichtbar zu machen (ein Bericht folgt zu gegebener Zeit). Ein anderes Beispiel ist die „Astronomische Werkstatt“, die AiM zusammen mit der Mathilde-Anneke-Gesamtschule in Münster anbietet. Dabei ist interdisziplinäre Zusammenarbeit wichtig: So wirkt als Forschungspartner das Institut für Planetologie der Universität Münster mit, und die Sternfreunde Münster untersuchen in öffentlichen Workshops neue EAA-Systeme. Anlässlich der Preisverleihung wurde ein kurzes Video produziert, das sich hier findet.

Es ist zu hoffen, dass auch in Zukunft möglichst viele Akteure diese spannende Art, Astronomie zu betreiben, für sich entdecken werden. In diesem Zusammenhang ist jedenfalls auch die geplante Modernisierung der Sternwarte des Nepomucenums zu sehen: als weiterer Baustein, der die Faszination des Universums dauerhaft in den Klassenraum bringen will.