Nepomucenum
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Die tödliche Macht der Naturgewalten

Jonathan-LenzEin Vulkan, dessen Ruhe trügerisch ist. Eine Gruppe Jugendlicher, die zu einer Wanderung rund um den Vulkan aufbrechen. Ein Politiker, dem Geld wichtiger ist als Menschenleben. Das alles sind die Zutaten, mit denen Jonathan Lenz seinem Katastrophenthriller ordentlich Würze und Schärfe verpasst.
Der Katastrophenthriller „12:48. Die Katastrophe beginnt“, erschienen 2011 für 9,99€ im Arena-Verlag erzählt die mitreißende Katastrophenstory um eine amerikanische Reisegruppe, die allen, von Politikern und Vulkanologen ignorierten Warnungen zum Trotz mitten in eine Naturkatastrophe gerät.
In dem Thriller springt der Erzähler immer wieder von einem Ort zum anderen, schildert in der dritten Person unter anderem die Erlebnisse des jungen, nach der Meinung seines Vorgesetzten etwas überambitionierten Vulkanologen David White, und natürlich die der Reisegruppe um Ranger Bosworth und der einheimischen Teenagerin Jenn. Um diese Wandergruppe dreht sich alles, sie ist der Mittelpunkt des Geschehens. Außerdem springt der Autor von Zeit zu Zeit zu Jenns Mutter und zu einem weisen, alten Indianer, welcher genau wie der Vulkanologe David White die nahende Katastrophe voraussagt.
Man muss dieses Buch schon ein wenig konzentriert lesen, denn das häufige Umherspringen verlangt eine Menge Aufmerksamkeit.
Der Thriller ist geprägt von permanenter Dramatik, derzufolge allerdings einige Sachen in dem eigentlich sehr realitätsnahen Buch ziemlich irreal erscheinen.
Gut gefallen hat mir persönlich, wie Jonathan Lenz eine Liebesgeschichte mit brutaler Action-Dramatik verknüpft.
Da permanent spannend , ist dieses Buch ein echter Pageturner, man kann einfach nicht aufhören, es zu lesen. Das liegt auch daran, dass die Spannung sich im Verlauf der Geschichte immer weiter steigert.
Sehr gut gefiel mir persönlich, wie sorgfältig Jonathan Lenz seine Charaktere auswählt, so zum Beispiel das Möchtegern-Model aus L.A., mit einem pinken iPhone, das sich schon vor Beginn der Wanderung darüber beschwert, dass das Putzmittel im Hotel falsch riecht.
Auch so der Womanizer von der Highschool Fletcher, der Anwaltssohn und angehende Fotograf Chris, der Nerd und angehende Vulkanologe Mike sowie viele andere: Alles harmoniert sehr gut, und man erkennt an vielen kleinen, feinen Details im Text, welche Gedanken sich Jonathan Lenz gemacht hat.
Schön sind auch einige Überraschungsmomente, von zwei schweren Verletzungen bis zu einem Todesfall innerhalb der Reisegruppe.
Um dieses Buch vollends genießen zu können, sollte man schon eine gehörige Portion Leseausdauer und Konzentration mitbringen, auch allzu sensibel sollte man angesichts der Dramatik nicht sein.
Empfehlen würde ich dieses Buch für alle zwischen 10 und 15, wobei als 10- bis 12-jähriger dann schon ein bisschen mehr Kondition, Konzentration und Unsensibilität dabei sein sollten.
Im Gesamtbild würde ich sagen, dass „12:48. Die Katastrophe beginnt“ einen ganz schön fesseln kann, weil in jeder Situation packende Elemente mit von der Partie sind, sei es Liebesgeschichte oder der im Mittelpunkt stehende Vulkanausbruch. Allerdings muss man sagen, dass „12:48. Die Katastrophe beginnt“ in meinen Augen einige Anlaufschwierigkeiten hat.
„12:48. Die Katastrophe beginnt“ von Jonathan Lenz ist 2011 im Arena Verlag erschienen und ist derzeit z.B bei Amazon für 9,99 Euro erhältlich.

Paul Patt

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