Eine Woche gegen das Vergessen – Die Intensivwoche Antisemitismus 2025 im Rückblick

Zum wiederholten Mal fand am Gymnasium Nepomucenum in Coesfeld eine besondere Projektwoche statt: die „Intensivwoche Antisemitismus“. Unter der Leitung der Geschichtsfachschaft des Nepomucenums setzten sich die Jahrgangsstufen 9 und 10 intensiv mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Coesfeld und den umliegenden Wohnorten der Schülerinnen und Schüler und der Verfolgung während des Nationalsozialismus auseinander.

Die Woche war geprägt von umfassender Recherche und intensiver Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der jüdischen Geschichte in Coesfeld. Im Fokus standen unter anderem Besuche des Stadtmuseums und Stadtarchivs, wo die Nepos fachkundige Informationen sowie weitere Tipps durch Stadtarchivar Norbert Damberg und Stadtmarketingexpertin Annette Grütters erhielten.
Die Schülerinnen und Schüler untersuchten außerdem Erinnerungsorte wie das Walkenbrückentor, in dem die Jüdin Hildegard Strauß inhaftiert war, sowie das Denkmal für die 19 Coesfelder Juden, die am 10. Dezember 1941 deportiert wurden unter der Leitung von Nina Kliemke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Diese und weitere externe Partner begleiteten die Schülerinnen und Schüler bei der Recherche, teilten ihr Wissen und erweiterten ihre Perspektiven weit über den Geschichtsunterricht hinaus.

Als abschließendes Highlight machte die Jahrgangsstufe 10 eine Exkursion zur
Wewelsburg, einem historischen Ort, der für seine Rolle im Nationalsozialismus bekannt ist, während die 9. Klässler einige Wochen später die Gedenkstätte Esterwegen im Emsland besuchten.

Nun endlich konnten alle Projekte, die die Nepomucener/-innen während dieser Zeit erstellt hatten, gesichtet werden. Die Preisverleihung für die besten Ergebnisse fand am vergangenen Freitag in der neuen Mensa des Nepomucenums unter der Leitung vom Fachschaftsvorsitzenden Herr Hilkenbach statt. Unter dem Applaus der Jahrgangsstufen 9 und 10 wurden die Gewinner nach vorne gerufen und erhielten eine kleine Aufmerksamkeit, die der Förderverein des Nepomucenums zur Verfügung gestellt hatte. Nach der Ehrung der erfolgreichsten Gruppen, wurden die Ergebnisse der gesamten Projektwoche noch einmal vorgestellt und gewürdigt. Es war ein beeindruckender Moment, der das Engagement der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellte.

Die Antisemitismus-Woche am Nepomucenum war ein bedeutender Beitrag zur Erinnerungskultur in Coesfeld und ein eindrucksvolles Zeichen für das Engagement der Schülerinnen und Schüler im Kampf gegen Antisemitismus und für die Aufrechterhaltung der Erinnerung an die Opfer des Holocausts.

Ein Bericht von Henri Stock (10c)