Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
tel.: 02541-966010 fax: -19
Holtwicker Straße 8
48653 Coesfeld
PSF 1452

Russisch Leistungsbewertung

Die Zuordnung der Noten (einschließlich der jeweiligen Tendenzen) geht im Schriftlichen und Mündlichen davon aus,

dass die Note ausreichend (5 Punkte) erteilt wird, wenn annähernd die Hälfte (mindestens 45%) der Gesamtleistung erbracht worden ist.
dass die Note gut (11 Punkte) erteilt wird, wenn annähernd vier Fünftel (mindestens 75%) der Gesamtleitung erbracht worden ist.
dass die Noten oberhalb und unterhalb dieser Schwellen den Notenstufen annähernd linear zugeordnet werden.

Vereinbarungen zur Korrektur von Klausuren und schriftlichen Arbeiten

Die Verwendung von Randbemerkungen/Korrekturzeichen hat eine doppelte Funktion: Zum einen geben sie der Schülerin/dem Schüler eine differenzierte Rückmeldung zu den inhaltlichen und sprachlichen Stärken und Schwächen der Klausur/schriftlichen Arbeit und damit Hinweise für weitere individuelle Lernschritte. Zum anderen dienen die Randbemerkungen/Korrekturzeichen der Lehrkraft als Orientierung für die abschließende Bewertung mithilfe eines inhaltlichen und sprachlichen Kriterienrasters. Folglich ist es nicht ausreichend, lediglich Fehler und Defizite zu markieren. Vielmehr sind auch positive Aspekte der Klausur angemessen am Rand zu vermerken.

Facharbeiten

Eine Facharbeit wird in den modernen neueinsetzenden Fremdsprachen nicht geschrieben.
Mündliche Prüfung anstelle einer Klausur

Der Ersatz einer Klausur durch eine mündliche Prüfung in der Qualifikationsphase gemäß APO-GOSt erfolgt im GK in Q1, 2. Halbjahr, 1. Klausur.
Grundsätzlich werden im Rahmen jeder Prüfung die Teilkompetenzen ‚Sprechen: zusammenhängendes Sprechen‘ (1. Prüfungsteil) und ‚Sprechen: an Gesprächen teilnehmen‘ (2. Prüfungsteil) überprüft, und zwar so, dass der Prüfungsteil 2 die Inhalte des ersten Prüfungsteils verarbeitet; beide Prüfungsteile fließen mit gleichem Gewicht in das Gesamtergebnis ein. Die Prüfungen finden in der Regel als Dreierprüfungen (Dauer ca. 20 Min.) falls im Einzelfall erforderlich auch als Paarprüfungen statt.
Die Prüfungsaufgaben sind thematisch eng an das jeweilige Unterrichtsvorhaben angebunden, werden aber so gestellt, dass eine gezielte häusliche Vorbereitung auf die konkrete Aufgabenstellung nicht möglich ist. Die Vorbereitung erfolgt unter Aufsicht in einem Vorbereitungsraum in der Schule (20-25 Min.); bei der Vorbereitung stehen den SuS ein einsprachiges sowie ein zweisprachiges Wörterbuch zur Verfügung.
Grundsätzlich werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler von der Fachlehrkraft sowie einer weiteren Fachlehrkraft beobachtet und beurteilt, nach Möglichkeit unter Nutzung des vom Land empfohlenen Bewertungsrasters. Eine in Einzelfällen fachlich begründete Modifizierung des Bewertungsrasters kann durch die Fachkonferenz beschlossen werden.
Die mündliche Leistung wird in folgenden Bereichen bewertet (Gewichtung in Klammern):
Inhaltliche Leistung (40 %)
Sprachliche Leistung (60 %), untergliedert nach:
– Präsentations- bzw. Diskurskompetenz
– Ausdrucksvermögen (Wortschatz, grammatische Strukturen)
– Sprachliche Korrektheit (Wortschatz, grammatische Strukturen)
– Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler erhalten nach den mündlichen Prüfungen einen Rückmeldebogen, der ihnen Auskunft über die erreichten Punkte (nach Kriterien) sowie in der Regel Hinweise zu Möglichkeiten des weiteren Kompetenzerwerbs gibt. In einem individuellen Beratungsgespräch können sie sich von ihrem Fachlehrer bzw. ihrer Fachlehrerin weitere Hinweise geben lassen.

Sonstige Mitarbeit

Der Bereich Sonstige Mitarbeit erfasst alle übrigen Leistungen, die im Zusammenhang mit dem Unterricht erbracht werden. In diesem Bereich werden besonders die Teilkompetenzen aus dem Bereich mündlicher Sprachverwendung berücksichtigt. Dies geschieht durch systematische und kontinuierliche Beobachtung der Kompetenzentwicklung und des Kompetenzstandes im Unterrichtsgespräch, in Präsentationen, Rollenspielen, etc. sowie in Gruppen- oder Partnerarbeit. Dabei ist aber darauf zu achten, dass es auch hinreichend Lernsituationen gibt, die vom Druck der Leistungsbewertung frei sind.

Überprüfung im Bereich der sonstigen Mitarbeit

allgemein kontinuierliche, punktuell fokussierte Beobachtung der individuellen Kompetenzentwicklung im Unterricht
Beiträge zum Unterricht in Plenumsphasen sowie im Rahmen sonstiger Arbeitsprozesse (u.a. in den Unterricht eingebrachte Hausaufgaben, Recherchen, Gruppenarbeit, Ergebnispräsentationen, Rollenspiele)
regelmäßige Präsentationen/Referate einzelner Schüler bzw. Schülergruppen (angebunden an das jeweilige Unterrichtsvorhaben, in Q1.2 ggf. zur Präsentation der Facharbeiten)
ggf. kurze schriftliche Übungen (ca. eine Übung pro Quartal/Unterrichtsvorhaben) zur anwendungsorientierten Überprüfung des Bereichs ‚Verfügbarkeit sprachlicher Mittel‘ und der Sprachlernkompetenz (Arbeitsmethoden und -techniken, z.B. Wortschatzarbeit, Wörterbuchbenutzung)
ggf. Protokolle

Maßstäbe für die Beurteilung der „Sonstigen Mitarbeit“

Sprachliche und inhaltliche Korrektheit
Engagement, aktive Teilnahme am Unterrichtsgeschehen
Kontinuität, Qualität, Umfang, Selbständigkeit, Komplexität der Beiträge

Die Beurteilung ist ergebnis- und prozessorientiert.
Der Stellenwert jeweiliger Unterrichtsbeiträge wird von Fall zu Fall bestimmt – eine punktuelle Bewertung einer Teilleistung ist nicht immer möglich.

Wesentliche Kriterien bei der Bewertung der sprachlichen Leistung sind wie bei Klausuren die:
Verfügbarkeit eines themenbezogenen Wortschatzes – sowie mit der Lernprogression zunehmend- eines Textbesprechungsvokabulars;
Beherrschung der Ausdrucksmittel zur Unterrichtskommunikation sowie von Sprech- und Verständigungsstrategien;
Beherrschung und Anwendung grundlegender Regeln der Grammatik.

Die Bewertung der inhaltlichen Leistung berücksichtigt im Russisch-Unterricht insbesondere folgende Aspekte:
die Fähigkeit, gehörte oder geschriebene Texte global oder detailliert zu verstehen Ideenreichtum, Risikobereitschaft in den Beiträgen;
die Fähigkeit, behandelte Inhalte und Themen wiederzugeben, darzustellen, zu erklären und auf andere Kontexte zu übertragen;
eine reflektierte Stellungnahme zu Aussagen und Meinungen;
die Fähigkeit, neue Inhalte unter Nutzung des Sprach- und Sachwissens zu erschließen;
die Mitarbeit an Projekten (z. B. Erkundungsprojekte zu russischsprachigen Mitbürgern, künstlerische Projekte, fächerübergreifende Projekte).
Kriterien für die Überprüfung der sonstigen Leistungen im Überblick

Formen der sonstigen Mitarbeit
Mündliche Beiträge zum Unterricht
Regelmäßige Tests zur Überprüfung des Wortschatzes und/oder der Grammatik
schriftliches/ mündliches Abfragen der Hausaufgaben (Grammatikübungen, Textkenntnisse)
Beitrag zum Unterricht durch die Hausaufgaben (Im Gegensatz zum bloßen Erledigen der Hausarbeit) und ihr Vortrag im Unterricht
Vorbereitung, Durchführung, Präsentation und Auswertung von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten
Heftführung: Vollständigkeit, äußere Form, Strukturierung, Vokabelheft
Mitarbeit bei Projekten (individuelle Leistung, Auswertung von Materialien, Präsentation)
Formen der Selbstevaluation (z.B. Lerntagebuch, Lesetagebuch, Portfolio, Selbstkontrolle)
Präsentationen/Kurzreferate, fächerübergreifende Projekte, Protokolle als Dokumentation von Unterrichtsergebnissen
Schriftliche Übungen (Aufgabenstellung ergibt sich aus dem Unterricht).

Bewertungsgrundsätze
Dem Bereich „Sonstige Mitarbeit“ wird in der Regel die gleiche Gewichtung zugestanden, wie dem Bereich der Klausuren. Die Quartalsnote ergibt sich also aus schriftlicher und mündlicher Note.

Maßstäbe für die Beurteilung der „Sonstigen Mitarbeit“
Sprachliche und inhaltliche Korrektheit,
Engagement, aktive Teilnahme am Unterrichtsgeschehen,
Kontinuität, Qualität, Umfang, Selbständigkeit, Komplexität der Beiträge.
Die Beurteilung ist ergebnis- und prozessorientiert.
Der Stellenwert jeweiliger Unterrichtsbeiträge wird von Fall zu Fall bestimmt – eine punktuelle Bewertung einer Teilleistung ist nicht immer möglich.

Grundsätze der Leistungsrückmeldung und Beratung

Die Leistungsrückmeldung erfolgt in mündlicher und schriftlicher Form.

Eine Rückmeldung über die in Klausuren erbrachte Leistung erfolgt regelmäßig in Form der Randkorrektur samt Auswertungsraster bzw. Gutachten, Hinweisen zu Kompetenzstand und Möglichkeiten des weiteren Kompetenzerwerbs sowie nach Bedarf im individuellen Beratungsgespräch.

Analoges gilt für die Facharbeit. Die Beratung zur Facharbeit erfolgt gemäß den überfachlich vereinbarten Grundsätzen.

Die in einer mündlichen Prüfung erbrachte Leistung wird den Schülerinnen und Schülern individuell zurückgemeldet (vgl. oben: Bewertungsraster und Hinweise zu Möglichkeiten des weiteren Kompetenzerwerbs) und bei Bedarf erläutert.

Über die Bewertung substantieller punktueller Leistungen aus dem Bereich der Sonstigen Mitarbeit werden die Schülerinnen und Schüler in der Regel mündlich informiert, ggf. auf Nachfrage; dabei wird ihnen erläutert, wie die jeweilige Bewertung zustande kommt. Schriftliche Übungen und sonstige Formen schriftlicher Leistungsüberprüfung werden schriftlich korrigiert und bewertet, und zwar so, dass aus Korrektur und Bewertung der betreffende Kompetenzstand hervorgeht. Auch hier besteht die Möglichkeit mündlicher Erläuterung.

Zum Ende eines Quartals erfolgt in einem individuellen Beratungsgespräch ein Austausch zwischen Fachlehrkraft und Schüler/in über den Kompetenzstand und Möglichkeiten des weiteren Kompetenzerwerbs.

Die Feedbackkultur wird durch regelmäßiges leistungsbezogenes Feedback nach Referaten/Präsentationen, Gruppenarbeiten, etc. gefördert.