Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
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Intensivwoche Antisemitismus – 1. Tagesbericht

„Heute hatten wir die Einführung in das Thema Antisemitismus. Im Anschluss folgte die eigenständige Planung zu unserem Thema: „Jüdische Familien in Billerbeck“. Als Zusatz haben wir das Thema „Pogrome“. Dazu haben wir in der uns zur Verfügung gestellten Zeit unsere Recherche begonnen. Wir haben uns erstmal mit verschiedenen Internetseiten eingelesen und haben Ideen und Pläne für die nächsten Tage entwickelt. Darunter mögliche Interviews und Orte, die wir besichtigen wollen. Später hatten wir dann eine Stadtführung durch Coesfeld, wo wir in der Synagoge und dem Stadtmuseum mehr Hintergrundwissen/Geschichte von Coesfeld zum Antisemitismus erfahren haben.“

Heute war der erste Tag unserer Intensivwoche „Antisemitismus“ und für uns hat die Woche mit dem Projekt „Zweitzeugen“ begonnen. Dieses Projekt, das von dem Verein „Zweitzeugen e.V.“ organisiert wird, hat uns die Möglichkeit gegeben, persönliche Geschichten von Holocaust-Überlebenden über zweite Personen zu erfahren. Dadurch wurde uns eine neue Sichtweise auf die grausamen Taten geschenkt, nämlich nicht nur durch Fakten, sondern auch durch persönliche und ganz individuelle Erlebnisse.

Uns wurde es heute ermöglicht selber zu Zweitzeugen zu werden, um die wichtigen Geschichten anderer weiterzutragen. Wir haben gelernt, dass es oftmals nur Zuhören und Gespräche braucht, um die Geschichten zu wertschätzen und zu verewigen. Insgesamt war der Tag somit sehr informativ und es war auch interessant, die Personen und ihre Geschichten kennenlernen zu können.

All dies hat uns nochmal gezeigt, wie wichtig es ist, über das Geschehene zu informieren und wie wichtig es ist, dies niemals zu vergessen. Jedoch auch, dass Wissen darüber nicht als Einziges reicht, sondern auch Taten folgen müssen, wie beispielsweise das Weitertragen von Geschichten und vor allem das Einstehen für die Lehren, die aus den Geschichten entstehen.

Denn am Ende sind wir alle nur Menschen, die andere als Menschen anerkennen müssen, so lehrt es eine der Zeitzeugen namens Margot Friedländer.