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MINT: Tim Heilken beim MINT-EC-Siemens-Contest

Bericht von Tim Heilken:

In der Zeit vom 12.11.2020 bis zum 16.02.2021 habe ich am MINT-EC-Siemens-Contest teilgenommen, der aufgrund der aktuellen Umstände in Einzelarbeit im „Home-Office“ stattfand. Ziel des Contests war es, eine funktionstüchtige LED-Anzeige mit Laufschrift bzw. Uhr und Temperaturanzeige zu konstruieren und ein Gehäuse zu designen.

Anfang November startete der Wettbewerb mit der Ankunft eines Paketes, in dem sich neben den Informationen für die nächsten Wochen auch schon die Bauteile für die LED-Anzeige befanden. Dies waren unter anderem eine Platine, ein ESP-8266-Prozessor, die LED-Matrix, ein Temperatursensor, zwei Taster und ein Lautsprecher. Begleitend dazu fand dann die erste von insgesamt drei Videokonferenzen statt, in der das Unternehmen Siemens als Technologiekonzern vorgestellt und uns das weitere Vorgehen erklärt wurde.

Im ersten Schritt ging es nun darum, die einzelnen Bauteile zu einer funktionstüchtigen LED-Anzeige zusammenzulöten. Ich nahm mir also meinen Lötkolben und fing an, ein Bauteil nach dem anderen auf die Platine zu löten. Mithilfe der Erklär-Videos vom MINT-EC-Team war dies auch gar nicht so schwer. Nachdem ich dann Schritt für Schritt alle Bauteile zusammengelötet hatte, war das Grundgerüst der LED-Anzeige fertig. Damit die LEDs die Uhrzeit, Temperatur oder eine Laufschrift anzeigen konnten, erfolgte als nächstes die Programmierung. Dazu wurde eine Software über die Arduino-Umgebung installiert, die z.B. die Messwerte der Sensoren oder Daten vom Handy auf dem LED-Display anzeigt. Danach konnte ich die LED-Anzeige per WLAN oder mit den Tastern steuern und neben der Uhrzeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch eine Laufschrift anzeigen lassen. Unsere Erfahrungen und Ergebnisse tauschten wir dann in der zweiten Videokonferenz Ende November aus.

Nach dem Bau und der Programmierung der LED-Anzeige war nun im nächsten Schritt unsere Kreativität gefragt. Jetzt sollten wir ein Design für das Gehäuse der LED-Anzeige entwerfen. Dazu nutzten wir das Programm Tinkercad, mit dem man 3D-Modelle designen kann, die anschließend von einem 3D-Drucker gedruckt werden. Aufgrund der länglichen Form des LED-Displays entschied ich mich für einen Truck als Gehäuse. Nachdem ich mir das Erklär- Video zu Tinkercard angeschaut hatte, probierte ich auch schon direkt die ersten Formen aus. Zu dieser Thematik gab es noch eine dritte Videokonferenz mit Hinweisen zum Designen des Gehäuses. Die ersten Grundformen für den Truck waren schnell fertig, jedoch war ein richtiger Truck auf dem Monitor noch schwer erkennbar. Also nutzte ich die Weihnachtsferien und den Corona-Lockdown, um das Gehäuse immer detaillierter zu entwerfen, bis es einem echten Truck entsprach. Anfang Januar schickte ich die Tinkercard-Datei zum MINT-EC Team, damit sie dort gedruckt werden konnte.

Anfang Februar kam der fertige 3D-Druck auf dem Postweg bei mir an. Die Spannung beim Auspacken des Paketes war groß, ob der Truck so aussieht, wie ich es mir vorgestellt hatte und ob die LED-Anzeige auch in die dafür im Truck vorgesehene Öffnung passt. Das Ergebnis erfüllte meine Erwartungen und alles funktionierte einwandfrei.

Diese abwechslungsreiche MINT-EC-Veranstaltung mit Löten, Programmierung und 3D-Design war sehr interessant und lehrreich. Im Vergleich zu vorangegangenen MINT-EC-Camps fehlten mir im „Home-Office“ allerdings die Gruppenarbeiten, der Austausch mit anderen Teilnehmern und die Abendveranstaltungen. Trotzdem war es ein sehr geklungener Contest und eine tolle Abwechslung zum Home-Schooling.