MINT: Blick in den Weltraum mit einem Roboterteleskop

Bericht von Konstantin (8c):

[Anmerkung: Das im Folgenden erwähnte Teleskop ist eine Leihgabe der Astronomischen Werkstatt der regionalen Bildungsinitiative AiM, mit der das Nepomucenum zusammenarbeitet.]

Als ehemalige Mitglieder der Astronomie-AG hatte uns Herr Willenbring über Weihnachten ein DWARF-3-Roboterteleskop ausgeliehen. Dieses Teleskop ist sehr handlich und passt in eine kleine Tasche, und man kann es über eine App auf dem Tablet bequem steuern.

Dabei ist das Besondere, dass man beim Aufbau auf nichts achten muss: man stellt das Teleskop bei Dunkelheit einfach irgendwo hin, und wenn man eine Aufnahme machen will, scannt es zunächst den Himmel ab und erkennt anhand der Sterne von selbst, wie es ausgerichtet ist. Dann kann man in der App aus einer großen Anzahl von Beobachtungsobjekten wählen, und das Teleskop fährt automatisch zum Ziel. Für die ausgewählten Objekte kann man wichtige Einstellungen wie eine passende Belichtungszeit ebenfalls vom Teleskop bestimmen lassen.

Wenn man möchte, erstellt das Teleskop außerdem eigenständig eine „gestackte“ Aufnahme, das heißt, dass auf Wunsch sehr viele Bilder des ausgewählten Objekts erstellt und für das Endergebnis „übereinandergelegt“ werden. Das führt dazu, dass man eine Aufnahme mit effektiv viel längerer Belichtungszeit erhält als bei Einzelbildern. So treten dort schwache Details besser hervor und Bildrauschen wird vermindert.

Das sieht man sehr gut an unserer Aufnahme der Andromedagalaxie (M31), die aus vielen Bildern mit insgesamt ca. einer Stunde Belichtungszeit zusammengesetzt ist. Im Gegensatz dazu haben wir die anderen Galaxien, Nebel und Sternhaufen jeweils nur etwa 6 bis 8 Minuten belichten lassen.

Die Aufnahme der Sonne hatten wir natürlich vorher während des Tages gemacht. Dazu muss man das Teleskop mit dem beiliegenden Sonnenschutzfilter versehen, damit es nicht zerstört wird. Da das Teleskop dann aber (außer der Sonne) nichts mehr „sieht“, richtet man es in diesem Fall per App von Hand passend aus.

Insgesamt war es sehr einfach, die Aufnahmen mit diesem Teleskop zu erstellen, und hat viel Spaß gemacht!