Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
tel.: 02541-966010 fax: -19
Holtwicker Straße 8
48653 Coesfeld
PSF 1452

Schulprogramm: Medien

Aufgabe von Bildungspolitik und Schule ist es, junge Menschen darauf vorzubereiten und zu befähigen, die Welt von morgen mitzugestalten und sich in ihr zurechtzufinden. Niemand von uns weiß, wie diese Welt von morgen genau aussehen wird. Das macht unsere Aufgabe als LehrerInnen und ErzieherInnen auch so schwer. Die Entwicklung neuer Informationstechnologien und der damit verbundene Übergang von der Industriegesellschaft zur Informations- und Kommunikationsgesellschaft hat unsere Lebenswirklichkeit in den vergangenen Jahren tiefgreifend verändert. Das Gymnasium Nepomucenum ist seit langer Zeit bemüht, neue Technologien in den Unterricht zu integrieren. So wurde bereits im Schuljahr 1977/78 ein programmierbarer Rechner der Firma Wang zum stolzen Preis von damals 30.000,- DM angeschafft. Ehrfurcht und Bewunderung dürften den LeserInnen der Festschrift zum 350-jährigen Bestehen des Gymnasiums Nepomucenum (Coesfeld, 1978) folgende Zeilen eingeflößt haben: „Das zentrale Gerät dieser Anlage, das ungefähr so groß ist wie ein normales Fernsehgerät, besteht aus dem eigentlichen Rechner, der Eingabetastatur, einem kleinen Bildschirm und zwei Vorrichtungen für das Lesen und Speichern von Daten auf ‚Disketten‘ … Die Disketten, die auswechselbar sind, können außer Daten auch fertige Programme, die oft gebraucht werden, aufnehmen. Auf einer solchen Magnetplatte, die einen Durchmesser von 13 cm hat, können ungefähr 80.000 Buchstaben gespeichert werden. Wenn man diese Buchstaben auf dem Drucker, der pro Zeile 40 Zeichen druckt, ausgeben will, so benötigt der Drucker dazu ungefähr 25 Minuten und 10 m Papier. Damit bekommt man zugleich einen Eindruck von der großen Speicherkapazität der kleinen Magnetplatten und von der Geschwindigkeit des Druckers.“
Der rasante Fortschritt zeigt es deutlich: Was einstmals noch Bewunderung hervorrief, entlockt uns heute bestenfalls noch ein müdes Lächeln. 

Gegenwärtig verfügt das Nepomucenum über zwei Computerräume, die über zwei Domänen–Server mit Windows-Servern vernetzt sind. Den SchülerInnen stehen moderne, leistungsfähige Arbeitsplätze zur Verfügung. Die zusätzlich vorhandenen Lehrerarbeitsplätze können bei Bedarf ebenfalls von den SchülerInnen genutzt werden. Die Computerausstattung wird durch Beamer, Multimedia-Einrichtungen, Farb- und Laserdrucker, DVD- Brenner, Scanner und Digitalkameras abgerundet. Alle Rechner sind permanent an das Internet angeschlossen. Zusätzlich zu den beiden Informatikräumen befinden sich in vielen Fachräumen (Musik, Kunst, Sprachen, Physik, Sozialwissenschaften, Erdkunde) sowie dem Medien- und Arbeitszentrum m@z eine Vielzahl weiterer Arbeitsplätze, die von SchülerInnen nutzbar sind. 

Das Lernen mit dem PC begann am Nepomucenum bereits im 2. Halbjahr 1978/79, als erstmalig auch ein Kurs „Informatik“ angeboten wurde. Damals schrieben die SchülerInnen noch ihre einfachen Programme auf Strichkarten, deren Daten über einen optischen Kartenleser in den Computer übertragen wurden. Lernen mit dem PC und dem Internet spielt aber nicht mehr nur im Informatikunterricht eine große Rolle, sondern gehört heutzutage zum Unterrichtsalltag anderer Fächer wie Deutsch, Englisch, Mathematik oder den Naturwissenschaften. Diese Entwicklung weiter voranzutreiben, ist unsere Aufgabe. Die systematische Einbindung neuer Technologien muss ein integraler Bestandteil von didaktischen Konzepten für alle Unterrichtsfächer sein. Der Umgang mit dem Computer gehört inzwischen zu den selbstverständlichen Kulturtechniken wie das Schreiben, das Lesen und das Rechnen. 

Die Aktualisierung des Gerätebestandes und die Fortschreibung der sinnvollen Einsatzmöglichkeiten neuer Medien ist ein beständiger Punkt schulprogrammatischer Entwicklung.

  • Die Fachgruppe Sprachen verfügt über einen eigenen, mit allen modernen Medien ausgestatten und somit den heutigen Unterrichtsanforderungen ( z.B. Filmanalyse ) genügenden Fachraum.
  • Für den Fachbereich Kunst wurde ein entsprechend ausgerüsteter Arbeitsbereich ebenso zur Verfügung gestellt wie im Fachbereich Musik.
  • Für den Fachbereich Sozialwissenschaften wurden die Unterrichtsmaterialien digitalisiert, um in offenen Unterrichtssituationen flexibel reagieren zu können.
  • Zusätzlich wurden im Rahmen einer Evaluation konkrete Planungshilfen zur Medienkonzeptentwicklung erarbeitet.