Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
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PSF 1452

Sport: Inhalte und Ziele

Bildungs- und Erziehungsziele im Fach Sport

Curriculum Sek 1
Curriculum Sek 2

– Orientierung an : Curriculum Sport Sek II/ Gymnasium/ Seite 5 ff –

Im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung kommt dem Fach Sport eine spezifische Bedeutung zu. Die Rahmenvorgaben für den Schulsport fassen diesen Anteil am Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule in der pädagogischen Leitidee der Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und der Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur zusammen.

Dieser fachliche Doppelauftrag bestimmt die Schullaufbahn der SchülerInnen im Sport durchgehend und gilt daher auch als Aufgabe und Ziel für den Schulsport in der gymnasialen Oberstufe. Als durchgängiges ( Pflicht)Fach leistet der Sportunterricht einen unverzichtbaren Beitrag für den Bildungs- und Erziehungsauftrag. Sportliche Handlungssituationen eröffnen spezifische Erfahrungen und Lernmöglichkeiten in diesem Bildungsgang. Die unmittelbaren körperlich-sinnlichen Erfahrungen und Anforderungen bei Bewegung, Spiel und Sport und die geistige Auseinandersetzung damit sind ein fachspezifischer Beitrag zu der Einlösung des allgemeinen Auftrags der gymnasialen Ausbildung, den SchülerInnen Hilfen zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit zu geben und sie zu einer wissenschaftspropädeutischen Ausbildung zu führen.

Damit wird deutlich, welche Breite und welche Offenheit das Aufgabenspektrum des Faches Sport kennzeichnet. Dieses offene Sportverständnis muss Schülern und Schülerinnen erschlossen werden. Der allgemeine Auftrag des Schulsports wird in den Rahmenvorgaben für den Schulsport durch sechs Pädagogische Perspektiven auf den Sport differenziert beschrieben.

Auf die gymnasiale Oberstufe bezogen sind bei der Auslegung der Perspektiven folgende pädagogische Akzentsetzungen zu berücksichtigen:

  • A Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern
  • B Sich körperlich ausdrücken, Bewegungen gestalten
  • C Etwas wagen und verantworten
  • D Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen
  • E Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen
  • F Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln

Die enge Verbindung von unmittelbar erlebtem sportpraktischem Handeln und dessen reflexiver Bearbeitung trägt nicht nur zur Entwicklung sportfachlichen Könnens bei, sie erweitert auch die Fach- und Methodenkompetenz. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Fächern bietet sich im Rahmen unterschiedlicher Organisationsmodelle an.

Zur Behandlung spezifischer persönlicher Alltagsprobleme der SchülerInnen kann das Fach Sport wesentliche Beiträge leisten. Hierzu zählen z.B. Fragen der gesunden Lebensführung und sinnvoll-aktiver Freizeitgestaltung, des humanen Miteinander- Umgehens in unserer interkulturellen Welt, der kritischen Auseinandersetzung mit medieninszenierten Wirklichkeiten.

Das Fach Sport hat bei der Behandlung solcher übergreifender Themen seine Stärken insbesondere darin, nicht nur theoretisch-reflexive, sondern zugleich auch praktisch -handelnde Beiträge zu leisten.

Konkret werden sollen der Doppelauftrag und die pädagogischen Akzentuierungen in den Inhaltsbereichen

  1. Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen
  2. Das Spiel entdecken und Spielräume nutzen
  3. Laufen, Springen, Werfen – Leichtathletik
  4. Bewegen im Wasser-Schwimmen
  5. Bewegen an Geräten – Turnen
  6. Gestalten, tanzen, Darstellen – Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste
  7. Spielen in und mit Regelstrukturen – Sportspiele
  8. Gleiten, Fahren, Rollen – Rollsport, Bootssport, Wintersport
  9. Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport
  10. Wissen erwerben und Sport begreifen