Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
tel.: 02541-966010 fax: -19
Holtwicker Straße 8
48653 Coesfeld
PSF 1452

Religion katholisch

Was wir erreichen wollen und was uns wichtig ist:

Bildungs-und Erziehungsziele im Fach

Die Bildungs- und Erziehungsziele orientieren sich grundsätzlich an den Richtlinien und Lehrplänen für das Gymnasium Seki/II in NRW.

Der katholische Religionsunterricht hat als ordentliches Lehrfach teil am Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule. Er leistet einen Beitrag zur Befähigung der Schülerinnen und Schüler (SuS) zur mündigen Gestaltung des Lebens in einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Katholischer Religionsunterricht ist als ganzheitlicher Prozess der Bildung und Erziehung zu verstehen, der die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen ernst nimmt.

Allgemeine Ziele des Faches:

– Entfaltung der individuellen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen durch die Auseinandersetzung mit der Frage nach Gott, Religion, Glaube und Kirche

– Erziehung zur Mitbestimmung und Mitverantwortung sowie zur kulturellen Mitgestaltung in unserer Gesellschaft durch die Auseinandersetzung mit dem biblisch begründeten Glauben, der Verantwortungsbewusstsein, Friedenspraxis und die Bewahrung der Schöpfung vermittelt

– Beitrag zur ethischen Orientierung durch die Auseinandersetzung mit Begründungen für das Gutsein, Vertrauen und mitmenschliche Bejahung

– Beitrag zur Gestaltung des Schullebens und zut Öffnung der Schule durch die Auseinandersetzung mit religiösen Feiern, Besuchen kirchlicher und nichtkirchlicher Einrichtungen, im Hinblick auf Aktivitäten von Gemeinden und Weltkirche (vgl. Schulpastoral)

Fachspezifischer Auftrag des Faches:

– Reflexion der Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für menschliches Handeln

– Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft; denkendes Verantworten des Glaubens

– Befähigung zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien; Förderung von Verständnis und Tolerant ggü. der Entscheidung anderer

– Motivation zu religiösem Leben und zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft

Schwerpunktsetzung des Faches Katholische Religionslehre in der Sekundarstufe II:

Verstehen und Reflektieren des Glaubens mit seinen anthropologischen und historischen Bedingungen und Folgen

– differenzierter Umgangs mit religiöser Sprache, Bildwelt und Musik

– Sensibilität für Sinneserfahrungen und ganzheitliches Erleben der Handlungsfähigkeit und Handlungsbereitschaft

Die Schwerpunktsetzung verweist auf das Ziel des Katholischen Religionsunterrichts:

– individuelle Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit sowie die Vermittlung einer wissenschaftspropädeutischen Ausbildung

D.h. SuS sollen

– ein vertieftes Verständnis des katholischen Glaubens erwerben und sich in der Vielfalt heutiger Denk- und Glaubensrichtungen orientieren lernen, indem sie menschliche Grunderfahrungen artikulieren und reflektieren und sich im Kontext wissenschaftlicher Erkenntnisse und kulturgeschichtlicher Zeugnisse mit anderen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen auseinander setzen

– in dem so eröffneten und erweiterten Horizont im Blick auf persönliche Existenz, die geschichtlichen Gegebenheiten und die gesellschaftlichen Erfordernisse als Identifikationsangebote erkennen und über eine kritische Sichtung ihrer Werte und

Normen zu begründeter Entscheidung fähig werden.

Methoden:

– Sprache der Religion und der Theologie (Förderung der Sprachbildung; Sprechen in Bildern, Symbolen und Gleichnissen; Begriffsbildung; kritische Reflexion der Herkunft und des Kontextes von Begriffen; heutige Anwendungs- und Sinnerschließungsmöglichkeiten; religiöse Kommunikationsfähigkeit; Fähigkeit authentischen Sprechens; religiöse Ausdrucksweise)

– Forschungsmethoden der Theologie (Kennenlernen hermeneutischer und empirischer Verfahren; Methoden der Schriftauslegung; Sensibilität für Wert und Grenzen dieser Methoden)

– Arbeitsmethoden der Lernenden (elementare Lern- und Arbeistechniken, z.B.: Lesetechniken, Protokollieren, Strukturieren, Heftgestaltung, Arbeitsplanung; Gesprächs- und Kooperationstechniken, z.B.: freies Reden, Stichwortmethode, Fragetechniken, Präsentationsmethoden, Gesprächsführung, Diskussion/Debatte, Metakommunikation; zentrale Makromethoden, z.B.: Gruppenarbeit, Projektmethode, Referat, Facharbeit)

Schuleigenes Curriculum und Unterrichtsverteilung

Grundlage des Schulcurriculums sind die Kernlehrpläne für die Sekundarstufe 1 und die Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe 2.

Schulinternes Curriculum Sek I

Schulinternes Curriculum Sek II

Eingesetzte Lehrwerke

Sekundarstufe I:

Jg. 5/6 Trutwin, Werner: Zeit der Freude. Religion – Sekundarstufe I. Jahrgangsstufen 5/6. Düsseldorf 2000.

Jg. 7/8 Trutwin, Werner: Wege des Glaubens. Religion – Sekundarstufe I. Jahrgangsstufen 7/8. Düsseldorf 2001.

Jg.9/10 Trutwin, Werner: Zeichen der Hoffnung. Religion – Sekundarstufe I. Jahrgangsstufen 7/8. Düsseldorf 2002.

Sekundarstufe II:

 

Leistungsbewertung

Klassenarbeiten und Klausuren

Grundsätze zur Leistungsbewertung

Grundlage der Leistungsbewertung ist die im Synodenbeschluss „Der Religionsunterricht in der Schule“ deutlich zum Ausdruck kommende Überzeugung, dass Glaube nie selbstverständlich und auch durch die besten Lehrmethoden nicht

organisierbar ist, so dass die Leistungsmessung unabhängig von der Glaubensüberzeugung der Schülerin bzw. des Schülers erfolgen muss.

1„Lernerfolgsüberprüfungen sind ein kontinuierlicher Prozeß. Bewertet werden alle von den Schülerinnen und Schülern im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen, insbesondere schriftliche Arbeiten, mündliche Beiträge und

praktische Leistungen. Die Leistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind für die Beurteilung ebenso zu berücksichtigen wie die übrigen Leistungen.“ (…)

„Mitarbeit im Unterricht erfaßt die Qualität und Kontinuität der Beiträge, die die Schülerinnen und Schüler im Unterricht einbringen. Diese Beiträge sollen unterschiedliche mündliche und schriftliche Formen in enger Bindung an die

Aufgabenstellung, die inhaltliche Reichweite und das Anspruchsniveau der jeweiligen Unterrichtseinheit umfassen.“

Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden in der mündlichen Mitarbeit deutlich sowie in Ergebnissen von selbstständigen Erarbeitungen in Einzel-, Partner und Gruppenarbeiten, in Überprüfungen (z. B. von Hausaufgaben oder auch von Religionsmappen/ – heften) und in schriftlichen Übungen.

Die schriftliche Übung „gibt den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, eine begrenzte, aus dem Unterricht erwachsene Aufgabenstellung schriftlich zu bearbeiten. Die Bearbeitungszeit sollte in der Regel 15 Minuten nicht überschreiten.

Schriftliche Übungen dürfen sich nur auf begrenzte Stoffbereiche im unmittelbaren Zusammenhang mit dem jeweiligen Unterricht beziehen. “Die Fachkonferenz hat sich im Hinblick auf geschlossene Aufgabenarten in den Klassen 5-9, also in der Sekundarstufe I (vergleichbar z. B. mit Vokabelüberprüfungen oder geschlossenen Grammatikübungen im Fach Englisch) auf folgendes Bewertungsschema geeinigt:

Note % Beispiel: max. 10 Punkte Beispiel: max. 20 Punkte Beispiel: max. 30 Punkte
1 95-100% 9,5 – 10 Punkte 19 – 20 Punkte 28,5 – 30 Punkte
2 ab 85% 8,5 – 9 Punkte 17 – 18,5 Punkte 25,5 – 28 Punkte
3 ab 75% 7,5 – 8 Punkte 15 – 16,5 Punkte 22,5 – 25 Punkte
4 ab 65% 6,5 – 7 Punkte 13 – 14,5 Punkte 19,5 – 22 Punkte
5 ab 45% 4,5 – 6 Punkte 9 – 12, 5 Punkte 13,5 – 19 Punkte
6 unter 45% 0 – 4 Punkte 0 – 8,5 Punkte 0 – 13 Punkt

_____

1 Angelehnt und entnommen aus: Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), Richtlinien und Lehrpläne für das Gymnasium – Sekundarstufe I – in Nordrhein-Westfalen: Katholische

Religionslehre, (Frechen: Ritterbach Verlag, unveränderter Nachdruck 2002), S. 69-72