Nepomucenum
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MINT: Mats Volmer beim MINT-Camp „Bildgebungstechnologien“

Bericht von Mats Volmer:

Ich habe vom 09. bis 12. Juni an einem MINT-EC-Camp in Münster mit dem Thema „Bildgebungstechnologien für den Blick ins Herz“ teilgenommen. Dieses wurde vom MINT-EC-Verein in Zusammenarbeit mit der Uni Münster und dem Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Münster für 21 Schüler aus NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Berlin organisiert.

Bei diesem Camp konnten die Teilnehmer zwischen verschiedenen Projekten wählen, über die später in einem Science-Slam referiert wurde. Hierbei traten die Gruppen gegeneinander an und versuchten, dem Publikum den Inhalt so interessant wie möglich zu präsentieren: vom Live-Experiment bis zum Schauspiel war alles dabei. Es gab folgende Projekte: „Chemische Substanzen herstellen, charakterisieren und isolieren“ (Chemie und Pharmazie), „Radioaktivität für den Blick ins Innerste“ (Medizinische Physik), „Von der Formel zum Bild“ (Mathematik und Informatik), „Auf Herz und Nieren“ (Medizin), „Herzschmerz – Analyse von Herzgewebe“ (Biologie).

Ich hatte bereits im Vorfeld „Radioaktivität für den Blick ins Innerste“ gewählt, was sich als sehr interessant herausstellte. Nach einer kurzen Wiederholung der Grundlagen der Radioaktivität und Messung derselben anhand von verschiedenen radioaktiven Stoffen wurde uns der Ganzkörperzähler (GKZ) der Uni-Klinik Münster gezeigt und erklärt. Alle Mitarbeiter der Uniklinik, die mit radioaktiven Stoffen arbeiten, müssen sich einmal im Jahr unter den GKZ legen, um die im Körper enthaltenen radioaktiven Stoffe zu detektieren und somit Krankheiten wie Leukämie vorzubeugen. Außerdem untersuchten wir einen kleinen PET-Scanner (Positronenemissionstomographie-Scanner, vergleichbar mit einem MRT), welcher auch in größerer Form in Krankenhäusern eingesetzt wird. Dabei war vor allem sehr interessant, dass wir die Möglichkeit hatten, mit dem PET-Scanner eigene Bilder zu erstellen.

Als weiteren Programmpunkt gab es noch eine Führung durch das Institut für Kernphysik und das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin sowie eine Studienberatung, durchgeführt von Studenten. Davon konnte ich persönlich sehr profitieren, im Gegensatz zur Stadtrallye durch Münster, die ich eher semi-gut fand.

Alles in allem war das Programm und die Organisation sehr überzeugend und interessant. Die Teilnahme hat sich für mich sehr gelohnt. Es war nicht nur eine sehr lehrreiche Woche, ich habe auch einige interessante Menschen kennengelernt. Daher kann ich meinen Mitschülern nur empfehlen: Nutzt die Chance, die euch das Netzwerk bietet, und nehmt auch einmal an einem MINT-EC-Camp teil!