Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
tel.: 02541-966010 fax: -19
Holtwicker Straße 8
48653 Coesfeld
PSF 1452

Chemie: Ziele, Inhalte und Leistungsbewertung

Was wir erreichen wollen und was uns wichtig ist: Bildungs-und Erziehungsziele Chemie

„Der einfachste Versuch, den man selbst gemacht hat,

ist besser als der schönste, den man nur sieht.“

Erlebte Faszination von Naturphänomenen und das natürliche Interesse am Experimentieren sollen in der Mittelstufe Basis für den Erwerb eines Grundgerüstes chemischer Begriffe und Zusammenhänge sein. Um dieses Ziel zu erreichen, schreiben wir in allen Jahrgangsstufen die Durchführung von Schülerexperimenten als wesentlichen Bestandteil des Unterrichts fest. Das Schülerexperiment als handlungsorientierte Methode soll jedoch nicht allein stehen, sondern durch andere methodische Ansätze ergänzt werden. Es geht dabei nicht nur um die Schulung fachlicher Kompetenzen, sondern um eine Verbesserung der kommunikativen Kompetenz der SchülerInnen. Als Beispiele sind dabei Präsentationen, das Gruppenpuzzle oder das Stationenlernen zu nennen. Durch das gemeinsame Arbeiten und Experimentieren, sowie den intensiven Austausch in Gruppenarbeitsphasen soll zudem die Sozialkompetenz der SchülerInnen geschult werden. Die folgenden Punkte bilden eine Zusammenfassung der wesentlichen Bildungs- und Erziehungsziele des Faches. Die Fachschaft Chemie verfolgt das Ziel, …

  • die natürliche Neugier der SchülerInnen anzuregen und ihre Kreativität zu fördern.
  • die SchülerInnen zum exakten Beobachten und Beschreiben anzuleiten.
  • die SchülerInnen zum sauberen Arbeiten und Protokollieren hinzuführen.
  • das selbständige Arbeiten der SchülerInnen sowie ihre Teamfähigkeit zu schulen.
  • den SchülerInnen die Bedeutung der Chemie für ihren Alltag erfahrbar zu machen
  • und sie für einen bedachten Umgang mit natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren
  • das Verständnis und die Anwendung einer korrekten Fachsprache sowie das Denken in Modellen zu schulen

Besonderheiten des Faches

„Naturwissenschaft und Technik prägen unsere Gesellschaft in allen Bereichen. Sie bilden heute einen bedeutenden Teil unserer kulturellen Identität, und das Wechselspiel zwischen den Erkenntnissen der Chemie, Biologie und Physik und deren technischer Anwendung bewirkt Fortschritte auf vielen Gebieten.“ (Kernlehrplan Chemie) Die Bedeutung der Wissenschaft Chemie wird in der Erschließung dieser bzw. der eigenen Lebenswelt deutlich. Alltagsphänomene werden erschlossen, indem die dahinter liegenden chemische Probleme erkannt und gelöst werden. Die in diesem Kontext stattfindende Auseinandersetzung mit der stofflichen Welt ist eine allgemeine Zielsetzung des Faches Chemie. Dabei zeichnet sich das Fach durch eine experimentelle Herangehensweise und der Arbeit mit Modellen aus. Da das praktische Handeln häufig Ausgangspunkt vieler Überlegungen ist, kommt dem Experiment innerhalb der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung somit zentrale Bedeutung zu. Gedanklich findet dabei häufig ein Wechsel zwischen Stoff und Teilchenebene statt, wodurch ein abstraktes Denken der Schülerinnen und Schüler gefördert wird.

Grundlagen des Faches

1. Kompetenzerwartungen

Wesentliche Bausteine des neuen Kernlehrplans sind Kompetenzen, die die verbindlichen Standards (Kenntnisstand, Fähig- und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler) beschreiben, welche bis zum Ende der Sek. I von den Schülerinnen und Schülern erreicht werden sollen. Es lassen sich folgende Kompetenzen unterscheiden

  • konzeptbezogene Kompetenzen, beziehen sich auf die inhaltlich Dimension (Fachwissen)
  • die übergeordnete Struktur sind die Basiskonzepte
  • prozessbezogenen Kompetenzen, beschreiben die Handlungsdimension (Denk- und Arbeitsweisen) und
  • lassen sich in die Bereiche Erkenntnisgewinnung (E);  Bewertung (B) und Kommunikation (K) einteilen
  • personale und soziale Kompetenzen
2. Inhaltsfelder/Basiskonzepte/Fachmethoden

Hinzu kommen die Inhaltsfelder, die den obligatorischen zu erarbeitenden Themenkomplex darstellen. Die fachlichen Kontexte helfen dabei, Inhalte zu akzentuieren und zu strukturieren. Der Aufbau von Fachwissen soll in sogenannten Basiskonzepten erfolgen. Basiskonzepte sind grundlegende, nachvollziehbare Ausschnitte fachlicher Konzepte und Leitideen. Die drei wesentlichen Basiskonzepte sind:

  1. „Chemische Reaktionen“
  2. „Struktur der Materie“
  3. „Energie“

Kompetenzen und Basiskonzepte

Fachmethoden

3. Fachcurricula
Sekundarstufe I Sekundarstufe II
Klasse 7 Curriculum 7 EF Curriculum EF
Klasse 8 Curriculum 8 Q1 Curriculum Q1
Klasse 9 Curriculum 9 Q2 Curriculum Q2
4. Klausurdauer und Stundentafel
Wochenstundenzahl Klausurdauer in Schulstunden
Jahrgangsstufe GK LK GK LK
EF 3 2
Q1.1 3 5 2 3
Q1.2 3 5 2 3
Q2.1 3 5 3 4
Q2.2 3 5 3 (Zeitstunden!) 4,25 (Zeitstunden!)
5. Leistungsbewertung

Die Leistungsbewertung im Fach Chemie beruht überwiegend auf der Grundlage der Mitarbeit im Unterricht. Diese umfasst: Das Anfertigen von Hausaufgaben gehört zu den Pflichten der SchülerInnen, so dass Unterrichtsbeiträge auf der Basis der Hausaufgaben ebenfalls zur Leistungsbewertung herangezogen werden. Neben der aktiven und kontinuierlichen mündlichen Mitarbeit im Unterricht wird die Heftführung in Bezug auf Vollständigkeit und Sorgfalt berücksichtigt. Ein bis zwei kurze schriftliche Leistungsüberprüfungen im Halbjahr sollen den SchülerInnen in erster Linie Rückmeldung über ihren aktuellen Lernstand geben sowie eine Hilfe für weiteres Lernen darstellen. Dabei können die SchülerInnen nicht nur ihre fachlichen sondern auch methodischen Kompetenzen unter Beweis stellen. Im Rahmen der Leistungsbewertung nehmen sie einen geringeren Stellenwert als die aktive und kontinuierliche Mitarbeit im Unterricht ein, können jedoch bis zu 30 % der Notengebung ausmachen.

  • mündliche Beiträge wie Hypothesenbildung, Lösungsvorschläge, Darstellen von fachlichen Zusammenhängen oder Bewerten von Ergebnissen
  • Analyse und Interpretation von Texten, Graphiken oder Diagrammen
  • qualitatives und quantitatives Beschreiben von Sachverhalten, unter konkreter
  • Anwendung der Fachsprache
  • selbstständige Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten
  • Verhalten beim Experimentieren
  • Verhalten in Gruppenarbeitsphasen
  • Erstellen von Produkten wie Dokumentationen zu Aufgaben, Experimenten und Untersuchungen in Form von Protokollen, Lernplakaten, Präsentationen und Modellen
  • Erstellen und Vortragen eines Referates
für die Klassen 7 bis 9 für die Stufen EF bis Q2
Regeln für das Erstellen eines Versuchsprotokolls Kriterien für die Bewertung von Präsentationen
Regeln für einen guten Vortrag Kriterien für die Bewertung von Plakaten
Regeln für das Erstellen von Plakaten Kriterien für die Bewertung der Facharbeit
  Thesenpapier/ Handout
6. Evaluation

Mithilfe der Onlinebefragung SEfU („Schüler als Experten für Unterricht“) sollen Informationen darüber gesammelt werden, wie unsere SchülerInnen den Unterricht wahrnehmen. Ziel dieser freiwilligen und anonym durchgeführten Befragung ist es, aus einem Vergleich der Schüler- und Lehrersicht konkrete Anregungen und Weiterentwicklungen des Unterrichts ableiten zu können. Die aus dieser Befragung abgeleiteten Handlungsbereiche können dann in internen wie externen Fortbildungen bearbeitet werden.

7. Eingesetzte Lehrwerke
Stufen eingesetzte Lehrwerke
Klasse 7-9
Fokus Chemie (Cornelsen Verlag)
EF Chemie heute SII Einführungsphase (Schroedel Verlag)
Q1 und Q2
Chemie heute SII (Schroedel Verlag)