Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
tel.: 02541-966010 fax: -19
Holtwicker Straße 8
48653 Coesfeld
PSF 1452

Wir stellen ein Herbarium her

Besonders im Spätsommer bietet es sich an, einen besonderen Unterrichtsplatz aufzusuchen. Das kann im Schulgarten, im Wald oder auf Wiesen sein. Die „Ausrüstung“ sollte aus Bestimmungsbüchern, Plastikbechern, kleinen Plastiktüten und einer kleinen Schaufel bestehen.
Die Exkursion kann mit noch weiteren Aufgaben kombiniert werden.

Finden und Bestimmen von Kräutern

Die Schüler/Innen erhalten Eierverpackungen und müssen ganz bestimmte Dinge sammeln. Nur einige Wiesenkräuter sollten als Auswahl vorgegeben sein, wie zum Beispiel: Große Brennnessel, Schafgarbe, Schachtelhalm, Breitwegerich, Spitzwegerich, Kuhblume. Alle anderen Pflanzen können die Kinder frei wählen. Wurde ein Exemplar gesichtet, so bietet sich die folgende weitere Vorgehensweise an:

  • Vergleichen mit der Abbildung
  • Foto von der Pflanze in ihrer natürlichen Umgebung
  • Erst dann folgt das

    Abschneiden bzw. Ausgraben

    Um einzelne Pflanzen genauer untersuchen zu können, werden Teile davon abgeschnitten oder ausgegraben. Es muss darauf geachtet werden, typische Vertreter dieser Pflanze zu wählen. Für die genauen Bestimmungen sind auch die Betrachtungen der Wurzeln notwendig. Diese werden vorsichtig ausgegraben, um möglichst keine zu verletzen und das Wurzelgeflecht (z. B. Brennnessel) zu erhalten. Auf einem kleinen Zettel werden Angaben zu den Pflanzen, wie: Name der Pflanze, Fundort, Funddatum und Umgebung notiert.

    Pressen

    Wieder in der Schule angekommen müssen die die Pflanzen am gleichen Tag gründlich – aber behutsam – abgewaschen und auf einfaches Papier gelegt werden.
    Besonders dicke Wurzeln (z.B. von der Kuhblume) schneidet man längs durch. Hier ist natürlich die Hilfe seitens der Lehrkraft nötig. Der halbierte Teil zeigt auf dem Blatt nach unten, so dass der Betrachter das Äußere der Wurzeln sehen kann. Nach kurzem Trocknen an der Luft deckt man die Pflanzen mit Zeitungen ab. Hier ist ein besonders sorgsames Umgehen nötig, damit keine Blätter oder Wurzeln zerknickt wurden. Nun kamen die so vorbereiteten Kräuter in die Pressen.
    Tipp: Während des Pressens darf keine zusätzliche Wärme zugeführt werden.

    Nach ca. vier Wochen sind die Pflanzen trocken gepresst und können weiter verarbeitet werden. Dieser Prozess ist auch abhängig von der Pflanze und deren Dicke.

    Kleben

    Während der Zeit des Trocknens bietet es sich an, die Blätter vorzubereiten, auf welche die Pflanzen geklebt werden sollen. Dazu kann man weißen Karton in Größe Din A4 benutzen. Die Beschriftungsfelder zeichnen die Schülerinnen und Schüler per Hand oder mittels Computer selbst oder es wird das vorbereitete Blatt genutzt.