Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
tel.: 02541-966010 fax: -19
Holtwicker Straße 8
48653 Coesfeld
PSF 1452

Schulstufen

Erprobungsstufe
Mittelstufe
Oberstufe

 
(Schulgesetz NRW – SchulG) Vom 15. Februar 2005 (GV. NRW. S. 102)
zuletzt geändert durch Gesetz vom 27. Juni 2006 (GV. NRW. S. 278)

§ 10 Schulstufen, Schulformen, besondere Einrichtungen

(1) Das Schulwesen ist nach Schulstufen aufgebaut und in Schulformen
gegliedert. Schulstufen sind die Primarstufe, die Sekundarstufe I und die
Sekundarstufe II. Die Bildungsgänge sind so aufeinander abzustimmen,
dass für die Schülerinnen und Schüler der Wechsel auf eine begabungsgerechte
Schulform möglich ist (Durchlässigkeit).
(2) Die Primarstufe besteht aus der Grundschule.
(3) Die Sekundarstufe I umfasst die Hauptschule, die Realschule und die
Gesamtschule bis Klasse 10, das Gymnasium bis Klasse 9, in der Aufbauform
bis Klasse 10.
(4) Die Sekundarstufe II umfasst das Berufskolleg, das Berufskolleg als
Förderschule und die gymnasiale Oberstufe des Gymnasiums und der Gesamtschule.
(5) Das Gymnasium und die Gesamtschule werden in der Regel als Schulen
der Sekundarstufen I und II geführt.

§ 11 Grundschule

(4) Die Grundschule erstellt mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 auf
der Grundlage des Leistungsstands, der Lernentwicklung und der Fähigkeiten
der Schülerin oder des Schülers eine zu begründende Empfehlung
für die Schulform, die für die weitere schulische Förderung geeignet erscheint.
Ist ein Kind nach Auffassung der Grundschule für eine weitere
Schulform mit Einschränkungen geeignet, wird auch diese mit dem genannten
Zusatz benannt. Die Eltern entscheiden nach Beratung durch die
Grundschule über den weiteren Bildungsgang ihres Kindes in der Sekundarstufe
I, soweit nicht nach einer pädagogischen Prognose zu diesem
Zeitpunkt dessen Eignung für die gewählte Schulform offensichtlich ausgeschlossen
ist. Das in der Verantwortung der beteiligten Schulen und der
Schulaufsicht liegende Übergangsverfahren wird in der Ausbildungsordnung
geregelt. Die abschließende Entscheidung über eine offensichtliche
Nichteignung trifft das Schulamt auf der Grundlage eines Prognoseunterrichts.

§ 12 Sekundarstufe I

(1) Die Schulformen der Sekundarstufe I bauen auf der Grundschule auf.
Im Rahmen des besonderen Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schulformen
(§ 14 Abs. 1, § 15 Abs. 1, § 16 Abs. 1, § 17 Abs. 1) haben sie die
Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern eine gemeinsame Grundbildung
zu vermitteln und sie zu befähigen, eine Berufsausbildung aufzunehmen
oder in vollzeitschulische allgemein bildende oder berufliche Bildungsgänge
der Sekundarstufe II einzutreten.
(2) Die Bildungsgänge der Sekundarstufe I enden mit Abschlüssen. Abschlüsse
sind
1. der Hauptschulabschluss und ein ihm gleichwertiger Abschluss,
2. der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und ein ihm gleichwertiger
Abschluss,
3. der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife), der mit der Berechtigung
zum Besuch der gymnasialen Oberstufe verbunden sein kann.
Abweichend von Satz 1 werden im Gymnasium nach der Jahrgangsstufe
10 vergeben:
1. der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife),
2. ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertiger Abschluss.
(3) Der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und der mittlere Schulabschluss
(Fachoberschulreife) werden an der Hauptschule, der Realschule
und der Gesamtschule in einem Abschlussverfahren erworben, das sich
aus den schulischen Leistungen in der zehnten Klasse und einer Prüfung
zusammensetzt. Für die schriftliche Prüfung werden landeseinheitliche
Aufgaben gestellt.

§ 13 Erprobungsstufe

(1) In der Hauptschule, der Realschule und im Gymnasium werden jeweils
die Klassen 5 und 6 als Erprobungsstufe geführt.
(2) Die Erprobungsstufe dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung
der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Eltern die
Entscheidung über die Eignung der Schülerinnen und Schüler für die gewählte
Schulform sicherer zu machen.
(3) Am Ende der Erprobungsstufe entscheidet die Klassenkonferenz, ob
die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang in der gewählten Schulform
fortsetzen kann. Nach jedem Schulhalbjahr in der Erprobungsstufe
befindet sie außerdem darüber, ob sie den Eltern leistungsstarker Schülerinnen
und Schüler der Hauptschule einen Wechsel ihres Kindes zur Realschule
oder zum Gymnasium und den Eltern leistungsstarker Schülerinnen
und Schüler der Realschule einen Wechsel ihres Kindes zum Gymnasium
empfiehlt.

§ 16 Gymnasium

(1) Das Gymnasium vermittelt seinen Schülerinnen und Schülern eine vertiefte
allgemeine Bildung, die sie entsprechend ihren Leistungen und Neigungen
durch Schwerpunktbildung befähigt, nach Maßgabe der Abschlüsse
in der Sekundarstufe II ihren Bildungsweg an einer Hochschule, aber
auch in berufsqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen.
(2) Das Gymnasium umfasst die Klassen 5 bis 9, in der Aufbauform die
Klassen 7 bis 10 (Sekundarstufe I) und die gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe
II).
(3) Der Unterricht wird in der Sekundarstufe I im Klassenverband und in
Kursen als Wahlpflichtunterricht erteilt. Andere Unterrichtsformen können
für begrenzte Zeit an die Stelle des Unterrichts im Klassenverband und in
Kursen treten.
(4) Das Gymnasium erteilt mit der Versetzung am Ende der Klasse 9 die
Berechtigung zum Besuch der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe
und der Bildungsgänge der Berufskollegs, die zur allgemeinen Hochschulreife
führen. Es erteilt mit der Versetzung am Ende der Jahrgangsstufe
10 die Berechtigung zum Besuch der Qualifikationsphase der gymnasialen
Oberstufe und den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife). Außerdem
werden am Gymnasium in der Klasse 9 ein dem Hauptschulabschluss
gleichwertiger Abschluss oder nach Maßgabe der Ausbildungsund
Prüfungsordnungen ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10
gleichwertiger Abschluss vergeben. Am Ende der Jahrgangsstufe 10 findet
nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsordnung eine zentrale
schriftliche Leistungsüberprüfung statt, für die landeseinheitliche Aufgaben
gestellt werden.

§ 18 Gymnasiale Oberstufe

(1) Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich in die einjährige Einführungsphase
und die zweijährige Qualifikationsphase. Sie umfasst
1. im Gymnasium die Jahrgangsstufen 10 bis 12,
2. in der Gesamtschule die Jahrgangsstufen 11 bis 13.
(2) Der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe wird in einem Kurssystem
erteilt, das nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Kurse
auf unterschiedlichen Anforderungsebenen in einem Pflichtbereich und in
einem Wahlbereich umfasst.
(3) In der Qualifikationsphase werden verbindliche und wählbare Unterrichtsfächer
dem sprachlich-literarisch-künstlerischen, dem gesellschaftswissenschaftlichen
und dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen
Aufgabenfeld zugeordnet. Durch den Unterricht in den drei Aufgabenfeldern
sowie in den Fächern Religionslehre und Sport werden eine gemeinsame
Grundbildung in angemessener Breite und eine individuelle vertiefte
Bildung in Schwerpunktbereichen gewährleistet.
(4) Die gymnasiale Oberstufe schließt mit der Abiturprüfung ab, mit der die
allgemeine Hochschulreife verliehen wird. Für den schriftlichen Teil der
Abiturprüfung werden landeseinheitliche Aufgaben gestellt. Die Gesamtqualifikation
setzt sich aus den Leistungen in der Qualifikationsphase und
in der Abiturprüfung zusammen. In der gymnasialen Oberstufe kann auch
der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben werden. Der fachpraktische
Teil der Fachhochschulreife wird nach Maßgabe der Ausbildungs-
und Prüfungsordnung innerhalb von acht Jahren nach dem Verlassen
der gymnasialen Oberstufe durch ein Praktikum oder eine Berufsausbildung
erworben.

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