Nepomucenum
Städtisches Ganztagsgymnasium
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Auf nach Berlin!

von Marek Walde

Das ging aber schnell! Nicht nur, dass ich binnen fünf Stunden mit dem Zug in Berlin war, auch die Zeit vor Ort verging wie im Flug. Aber von vorne: Vor eineinhalb Wochen bekam ich eine Anfrage von der Jugendpresse Deutschland, ob ich nicht Lust hätte, für sie von der G20 Konferenz in Berlin samt Vorkonferenz zu berichten. Da war ich natürlich hellauf begeistert! Das Problem: Die Konferenz sollte schon in der kommenden Woche stattfinden. Wenn also die Wichtigen dieser Welt ihre Termine nicht in die Schulferien verschieben würden, müsste ich auf das Wohlwollen meiner Schule bauen. Da sich diese dann sofort einverstanden zeigte, fuhr ich schon kurz darauf in unsere Hauptstadt.

Dort angekommen hieß es für mich leider nicht ‚Sightseeing‘ und Pizza essen, sondern arbeiten, und das von morgens früh bis abends spät.

In den ersten drei Tagen bestand meine Aufgabe darin, vom ‚Rural Future Lab‘, also besagter Vorkonferenz, zu berichten. Was sich auf den ersten Blick nicht wahnsinnig spannend anhört, erwies sich jedoch keineswegs als langweilig. Beim ‚Rural Future Lab‘ berieten über 120 junge Erwachsene aus knapp 40 Staaten weltweit über die Zukunft des ländlichen Raumes. Wie lässt sich Landflucht verhindern? Wie lässt sich Armut bekämpfen oder wie kann man den Nahrungsanbau effizienter gestalten? Die Teilnehmer nahmen dabei kein Blatt vor den Mund. Vielmehr versuchten sie, aktiv ihre Positionen zu vertreten, die sie dann den Politikern auf der G20 Konferenz mitteilten. Die Besonderheit: Keiner der Teilnehmer war älter als 35 Jahre. Für mich war es sehr eindrucksvoll, dabei sein zu dürfen, und vor allem, sich mit so vielen Menschen mit so unterschiedlichen Geschichten auseinanderzusetzen. Von Brasilien über Kenia bis nach Indonesien waren zahlreiche Staaten vertreten und stellten ihre Visionen vor.

Foto: mwa

Marek Walde auf der G20 Konferenz in Berlin

Donnerstag und Freitag war dann endlich der Moment gekommen, auf den ich die ganze Woche schon gewartet hatte: Ich durfte nun von der G20 Konferenz in Berlin berichten. Mit dabei waren neben mir und meiner Kamera unter anderem auch Kanzleramtschef Peter Altmeier, Entwicklungsminister Gerd Müller oder auch der Chef der Afrikanischen Entwicklungsbank Akinwumi Adesina.

Für mich war es ziemlich spannend, all diese wichtigen Menschen mal aus der Nähe zu erleben. Außerdem fand ich es toll, das ganze ‚Drumherum‘ mitzubekommen und anzuschauen. Vom Sicherheitsdienst, über all die anderen Pressevertreter bis hin zum sehr guten Catering konnte ich hautnah mitbekommen, wie viel Arbeit die Organisation und die Durchführung einer solchen Konferenz bereitet.

Abschließend lässt sich für mich jedenfalls sagen, dass es extrem interessant war, sowohl mit vielen unterschiedlichen Menschen zu sprechen als auch die Pressearbeit bei so einer großen Veranstaltung mitzuerleben.